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Erfahrungen

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Wie kann man Schüler / Studenten dazu bringen, nach der Begeisterungsphase monatelang an einem virtuellen Projekt bis zum Abschluss zu bleiben?

Christian:

Ich habe zwar keine Erfahrungen, wie man dies bei virtuellen Projekten machen kann. Ich kann aber einige Erfahrungen aus meinen Weblog-Seminaren beisteuern.

  • Wichtig ist, dass Bedürfnisse von Menschen angesprochen werden, die selbstbestimmte Formen von Motivation fördern. Dies habe ich in einem Artikel beschrieben.
  • Direktes Feedback an Personen, die inaktiv sind: Man muss Menschen, die nichts tun, direkt per Mail anfragen. So zeigt man ihnen, dass sie nicht in der "anonymen Masse" untertauchen können, dass man als Dozent ihe Aktivität schätzt und möchte, dass sie sich auch beteiligen.
  • Eine abwechslungsreiche Lernumgebung bieten: Immer wieder neue Impulse setzen, welche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen


Jean-Pol

Unabdingbar ist ein operationalisierbares Menschenkonstrukt: wie funktioniert der Mensch? Sonst versteht man die Widersprüchlickeiten menschlicher Verhaltensweisen nicht. Ferner ist es immer mühsam, wenn Mitglieder einer Gruppe über Menschen sprechen, ohne über einen gemeinsamen Referenzrahmen zu verfügen.
Daher (weil es sich immerhin 30 Jahre bewährt hat) als Minimalkonsens:
http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien
Dieses Konstrukt integriert alle seit 40 Jahren diskutierten Ansätze (v.cube, Instruktivismus, Konstruktivismus, Maturana, Peter Krug, Sennett, Singer, Manfred Spitzer, blablabla).
Je schneller dieses Modell akzeptiert und verinnerlicht wird, desto produktiver werden wir nach vorne pushen können (Projekte, Verbreitung, usw.)

Jana

Sicherlich lehre ich weder an einer Schule, noch an einer Universität momentan. Dennoch setze ich mich so gut, wie tagtäglich mit genau dieser Zielgruppe auseinander. Vielleicht kommt bei mir sogar noch erschwerend hinzu, dass ich Schüler, Studenten, Personen in der Ausbildung und zum Teil schon Berufstätige mit einem gemeinsamen Projekt identifizieren muss. Natürlich gelingt das bei mir nicht immer. Denn auch das ist eine Besonderheit meines Projekts, es beruht auf absolute Freiwilligkeit. Fühlt sich der eine oder andere ungerecht behandelt oder nicht mehr wahrgenommen, ist er schneller weg, als man hinterher sehen kann.

Meine Erfahrungen um die Motivation in virtuellen Projekten aufrecht zu erhalten, sind:

  • Jeder, der an einem Projekt teilnimmt, den versuche ich, in erster Linie als einzelne Person zu betrachten. In teils langen Gesprächen versuche ich seine Motivation, die ihn zu uns geführt hat zu ergründen, in der Hoffnung, dann daraufhin anschließen zu können. Weiterhin versuche ich mit ihm zu ergründen, wie er sich vorstellen könnte, eigene Bereitschaft hinsichtlich des Zeitaufwandes und dem zur Verfügung stellen eigener Ressourcen zu dem Projekt mit einzubringen. (In Erfahrung bringen der individuellen Ressourcen.)


Das deutet drauf hin, dass man wohl ohne ein wenig Hierarchie nicht auskommen kann.

  • Weiterhin suche ich den ständig wiederkehrenden Kontakt zu den Einzelnen. Permanente aktive Diskussionen sind wohl notwendig, wenn auch sehr zeitaufwändig. Den Angesprochenen selbst, vermittle ich das Gefühl in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen zu werden, ihre persönlichen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und diese speziell auf sie zugeschnitten in das Projekt zu integrieren. Wie sagt man in der Pädagogik so schön: „Man holt den Lernenden dort ab, wo er sich befindet und führt in dann weiter.“
  • Feedback sehe ich dabei auch als einen sehr wichtigen Punkt an. Der Gegenüber will sich schließlich ständig verbessern und dafür letztendlich auch Anerkennung (Sanktionen / Partizipation / Gratifikation) (in welcher Form die auch immer aussehen kann) erhalten. Ist diese durchgehend positiv formuliert, kann sie ebenso, wie nur negative formulierte Anerkennung schnell zu einer „Abstoßreaktion“ führen. Der User fühlt sich dann nicht wahrgenommen, sondern nur als Mittel zum Zweck eines höheren Ziels.


Hierbei handelt es sich wohl um den Prozess der Integration.

  • Will sich der Andere engagierter einbringen, indem er das höhere Ziel erkennt und für dessen Umsetzung aktiv beitragen, so versuche ich diese Person zu fördern, da sie mir sonst in Langeweile, zerstörerischem Tun oder mit gänzlicher Passivität endet. Erkennen kann ich dies bspw. daran, wie Christian schon beschrieb, indem ich versuche immer mal wieder neue Impulse in die Gruppe hinein zugeben. Dabei kann ich jedoch auch noch mal zwischen den zwei Gruppen von Menschen unterscheiden. Die einen greifen die Impulse gerne auf und arbeiten sich daran ab. Andere (wenige) bringen eigene Ideen und Vorstellungen (eigene Impulse) in die Gruppe hinein. Gemeinsam versuchen wir erste Projekte (die dem größeren untergeordnet sind) zu formulieren. Meine Aufgabe ist es dabei, ständig mich als ansprechbar zu zeigen, hier – und da mal interessiert nachzufragen, zu mindestens in der Anfangsphase.


Prozess der Identifikation. (Ziel) ;)

(Ein Zeichen dafür, dass dies funktioniert ist, die Personen kommen jetzt selbst zu einem, Man selbst muss nicht mehr hingehen und das aktive Gespräch suchen, sie tun es von sich heraus.)

Anmerken möchte ich noch abschließend, dass bspw. die Gruppe NEURON anderen Motivationsperspektiven entspricht, die sich wahrscheinlich nur in ihrer Gewichtung unterscheiden? (Hypothese)

Alexander

  • Motivation und Demotivation vorleben.
  • Eigene Motivationsstrategien weitergeben, erfahrbar machen.
  • Authentizität, Wertschätzung, Respekt und (wertneutrales) Feedback als Grundhaltung.
  • Demotivation zulassen können, ohne direkt "eingreifen" zu wollen/müssen.
  • Erfahrungen (persönliche, der Gruppe) zulassen, auswerten, in den Prozess einbeziehen.
  • Motivation und Demotivation als gleichberechtigte Zustände begreifen.
  • "Psychologisches Grundmuster" des Menschen beachten (siehe Jean Pol), Fähigkeiten der Begleitung und Unterstützung von Gruppen erwerben. D.h. nicht das Thema, sondern den Menschen in den Vordergrund rücken... (exploratives Verhalten wird zu den erwünschten thematischen Ergebnissen führen ;-)
  • Fazit: Eigene Begeisterungsfähigkeit studieren, Tools erlernen, um diesen Prozess in der Gruppe aufrecht zu erhalten. Vom Lehrenden zum Coach, Moderator, Supervisor.... Begleiten und Unterstützen!


Anmerkung zu Virtuell:
Unsere Erfahrungen zeigen, dass hier grundsätzlich kein Unterschied zu machen ist - sollten reale Treffen erwünscht sein, so sollte es an Uni oder Schule zu ermöglichen sein. Ist ein reales Treffen nicht möglich, so können Tools wie Chill Out Zone, Cafe oder ähnliches mehr, das reale Treffen zumindest "simulieren" bzw. die persönliche Note geben.

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Letzte Änderung von Alexander Rausch am 16.06.2008 um 13:59

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